Capcom lässt endlich die Katze aus dem Sack! Wer die packende Kampagne des neuesten Survival-Horror-Hits bereits mit zitternden Händen durchgespielt hat, lechzt vermutlich nach Nachschub. Die gute Nachricht: Eure Gebete wurden erhört. Director Koshi Nakanishi hat sich in einer brandneuen Videobotschaft an die Community gewandt und nicht nur einen Ausblick auf kommende Patches gegeben, sondern direkt die ganz schweren Geschütze aufgefahren. Wir bekommen frischen Content geliefert. Im Zentrum der Ankündigung steht dabei eine Info, die Fan-Herzen massiv höher schlagen lässt: Ein waschechter Resident Evil Requiem Story DLC befindet sich offiziell in der Entwicklung.
Nakanishi-san machte keinen Hehl daraus, dass das Entwicklerteam aktuell auf Hochtouren an der narrativen Erweiterung schraubt. Seine Worte lassen aufhorchen: Man wolle mit den neuen Inhalten „tiefer in die Welt von Requiem eintauchen“. Für uns Spieler bedeutet das, dass wir vermutlich nicht nur bereits bekannte Schauplätze recycelt bekommen, sondern bisher unbeantwortete Fragen des Hauptspiels beleuchtet werden. Da das Studio um etwas Geduld bittet, steht ein konkretes Release-Datum für den Resident Evil Requiem Story DLC zwar noch in den Sternen, aber allein die Bestätigung ist ein massiver Gewinn für die Community. Bislang bot der Titel abseits der fantastisch inszenierten Hauptgeschichte nämlich schlichtweg keine alternativen Spielmodi an. Genau dieser winzige Kritikpunkt an der ansonsten grandiosen Wiederspielbarkeit wird nun endlich adressiert.
A message from Koshi Nakanishi, director of Resident Evil Requiem. pic.twitter.com/54aKw80h8K
— Resident Evil (@RE_Games) March 10, 2026
Bevor wir jedoch völlig neue Story-Kapitel aufschlagen, serviert uns Capcom bereits einen sehr handfesten Fahrplan für die nahe Zukunft. Neben dem obligatorischen Bugfixing – ein erster Patch zur Behebung diverser Performance-Macken und Glitches ist bereits live – rollen die Macher den roten Teppich für alle Ingame-Fotografen aus. Ein heiß ersehnter Foto-Modus steht in den Startlöchern. Gerade bei der dichten, atmosphärischen Grafik-Engine ist das ein Feature, mit dem viele von uns sicher Wochen verbringen werden, um den perfekten, blutrünstigen Schnappschuss einzufangen.
Doch der Director legte noch einen obendrauf: Für den Mai kündigte er eine echte Überraschung in Form eines neuen „Minispiels“ an. Ein namenloses Minispiel im Resident-Evil-Universum? Da klingeln bei Serien-Veteranen sofort sämtliche Alarmglocken. Wenn wir die Indizien zusammenzählen, riecht diese ominöse Mai-Überraschung gewaltig nach der triumphalen Rückkehr des extrem beliebten Mercenaries-Modus (Die Söldner).
Schauen wir uns die harten Gameplay-Fakten an: Die Kampfmechaniken, insbesondere wenn wir Leon steuern, strotzen im aktuellen Ableger nur so vor Tiefgang und Dynamik. Tatsächlich spielt sich die Action hier so flüssig und wuchtig wie seit dem genialen Resident Evil 4 Remake nicht mehr. Ein arcadiger, auf gnadenlose Highscores ausgelegter Horde-Modus wäre die absolut logische Konsequenz, um dieses brillante Gunplay voll auszukosten und die Langzeitmotivation in die Höhe zu treiben.
Die wirklich spannende Frage bei einem potenziellen Mercenaries-Modus wäre jedoch, wie die Entwickler Grace in dieses actiongeladene Korsett pressen. Im krassen Gegensatz zu Leon verfügt sie in der Kampagne über ein deutlich reduziertes und weitaus defensiveres Arsenal. Ihr spielerischer Fokus liegt auf nacktem Überleben, Weglaufen und Taktik – und eben nicht auf wilden Ballerorgien. Ein auf sie maßgeschneiderter Spielstil in einem zeitkritischen Arena-Shooter-Modus könnte eine völlig neue, nervenaufreibende Facette in die lange Historie der Serie bringen. Da Capcom mit der Hauptkampagne bereits bewiesen hat, dass sie meisterhaftes Spieldesign beherrschen, bleibt es extrem spannend zu beobachten, wie das Team Leons und Graces Stärken in den kommenden Inhalten ausspielen wird.


