Der Beast of Reincarnation Patch 1.0.7 ist live und nimmt sich nach dem problematischen Launch vor allem den technischen Baustellen des Action-RPGs an. GAME FREAK und Fictions veröffentlichen damit ihre erste größere Fehlerkorrektur, nachdem Beast of Reincarnation erst vergangene Woche für PC, PlayStation 5, Xbox Series X und Xbox Series S erschienen ist. Die Bilanz fällt jedoch zweigeteilt aus: Kamera, Lesbarkeit und PC-Technik profitieren sichtbar, während die angekündigten Verbesserungen am Story-Erlebnis bislang deutlich kleiner ausfallen als viele Spieler erwarten dürften.
Die Version zum Verkaufsstart war laut Ausgangsbericht von diversen technischen Problemen geprägt, die vielen Nutzern den Zugang zum grundsätzlich soliden Action-RPG erschwerten. GAME FREAK und Fictions hatten die Probleme unmittelbar eingeräumt und schnelle Korrekturen zugesagt. Patch 1.0.7 liefert nun konkrete Anpassungen, aber kein vollständiges Reparaturpaket für sämtliche Kritikpunkte.
Besonders umfangreich sind die Änderungen an der Player Camera. Die Kamera wurde sowohl innerhalb als auch außerhalb von Kämpfen überarbeitet; weitere Anpassungen sollen folgen. Auch die Textgröße wurde im gesamten Spiel angepasst, wobei die Studios bereits zusätzliche Verbesserungen der Lesbarkeit planen. Gerade bei einem Action-RPG, das seine Hinweise nicht als optionalen Endgegner behandeln sollte, ist das mehr als reine Kosmetik.
Eine wichtige Standardänderung betrifft die Cinematic Cutscenes: Die Vorgabe wechselt von Cinematic auf Performance Mode. Zwischensequenzen laufen damit nicht länger standardmäßig mit 24 fps, auch wenn der Cinematic-Modus weiterhin auswählbar bleibt. Wer die Option bereits auf Cinematic gesetzt hatte, muss sie allerdings selbst auf Performance ändern, damit die Änderung künftig greift. Zusätzlich lässt sich die Tastenbelegung für „Interact“ nun in den Einstellungen anpassen.
Beast of Reincarnation Patch stärkt PC und Kampf
Auf PC bringt der Beast of Reincarnation Patch Unterstützung für NVIDIA DLSS 4.5 und AMD FSR 4.0. Das ist technisch besonders relevant, weil die Upscaler-Implementierung in der Launch-Version laut Bericht praktisch defekt war. DLSS und FSR sollen Bildqualität und Performance über temporales Upscaling beziehungsweise KI-gestützte Rekonstruktion verbessern; dass beide Verfahren nun ausdrücklich unterstützt werden, beseitigt zumindest eine der gravierendsten PC-Schwächen zum Start.
Daneben verändert 1.0.7 das Balancing. Die Parry Window von Protagonistin Emma wurde angepasst, wenn sie Schaden nimmt. Dieser Fehler konnte dazu führen, dass eine Parade nach einem Treffer nicht zuverlässig funktionierte — ein Problem, das leicht wie ein missglücktes Timing wirkte, aber offenbar im Spiel selbst lag. Hinzu kommen mehrere Balance-Anpassungen an Bossen über alle Schwierigkeitsgrade hinweg sowie an Gegnerbegegnungen auf Normal.
Der kritische Punkt liegt bei den versprochenen Story Improvements. In den Patch Notes wird lediglich das Tempo bestimmter Affinity-Building-Gespräche verändert: Gespräche, die zuvor mehrfach direkt hintereinander ausgelöst werden konnten, sind nun auf einmal pro Tag begrenzt.
“Das Story-Pacing wurde leicht angepasst. Einige Gespräche, die die Beziehung bzw. Verbundenheit stärken und zuvor mehrmals direkt hintereinander stattfinden konnten, sind jetzt auf einmal pro Tag begrenzt.”
— GAME FREAK und Fictions, Patch Notes
Diese Begrenzung entschärft Wiederholungen, adressiert die weitergehende Kritik am Ablauf und an der Präsentation der Geschichte aber nur punktuell. GAME FREAK und Fictions versprechen weitere Updates, um das Cutscene Experience weiter zu verbessern. Ein Button zum Überspringen sämtlicher Zwischensequenzen wäre denkbar, ist aber nicht angekündigt: In der aktuellen Version lassen sich nur sehr wenige Cutscenes überspringen.
Damit ist Patch 1.0.7 ein sinnvoller technischer Zwischenschritt, keine endgültige Antwort auf den holprigen Start. Für PC-Spieler sind DLSS 4.5 und FSR 4.0 besonders wertvoll, während die Kamera-, Text- und Parry-Korrekturen direkt in Bedienung und Kampf eingreifen. Ob der Beast of Reincarnation Patch die enttäuschende Story-Überarbeitung noch auf das versprochene Niveau hebt, hängt nun an den angekündigten Cutscene-Updates — und daran, ob sie mehr liefern als eine Begrenzung wiederholter Gespräche.


