Zahlreiche Gerüchte über eine Nachfolgekonsole zur beliebten Nintendo Switch kursieren bereits seit Jahren. Die italienische Website UAGNA sorgte nun für Aufsehen, indem sie meldete, dass Zubehörprodukte (sowohl von Nintendo selbst als auch von Drittanbietern) am 28. März auf den Markt kommen sollen. Aufgrund dieses Datums vermuten Beobachter, dass auch die Konsole selbst an diesem Tag erscheinen könnte.
Vorsicht ist dennoch geboten, da es sich bisher um unbestätigte Informationen handelt. Die Meldung steht jedoch nicht allein: Schon im letzten Monat gab es Hinweise auf eine Enthüllung der neuen Nintendo-Hardware im Januar, gefolgt von einer möglichen Markteinführung gegen Ende März. Vor wenigen Tagen wurde zudem der 8. Januar 2025 als Termin für eine Ankündigung genannt.
Ein solcher Zeitplan würde sich deutlich von der Veröffentlichungspolitik der ersten Nintendo Switch unterscheiden. Die ursprüngliche Switch wurde am 20. Oktober 2016 erstmals offiziell gezeigt, kurz darauf in einer US-Late-Night-Show vorgestellt und schließlich im Januar 2017 während eines großen Presse-Events genauer enthüllt. Der Marktstart erfolgte am 3. März 2017.
Im Hinblick auf die technische Ausstattung kursieren seit einiger Zeit nahezu unveränderte Berichte. Nintendo soll erneut mit NVIDIA kooperieren und eine angepasste Version des Tegra-239-SoC einsetzen, basierend auf dem 2018 angekündigten Orin-Chip. Dieser kommt offenbar mit einer Achtkern-CPU, 12 ARM-Cortex-A78AE-Kernen und einer auf Ampere-Technologie fußenden GPU mit 2048 CUDA-Kernen. Zusätzlich werden NVIDIAs DLSS Super Resolution und Ray Reconstruction erwartet, um bei entsprechender Softwareunterstützung bessere Bildqualität zu ermöglichen.
Einige Stimmen weisen jedoch darauf hin, dass die neue Nintendo Switch 2 lediglich 4K bei 30 Bildern pro Sekunde schaffen könnte, sofern sie im angedockten Modus betrieben wird. Beobachter befürchten daher, dass die Konsole gegenüber ihren Konkurrenzsystemen von Sony und Microsoft, die bereits höhere Bildraten bieten, abgehängt werden könnte.
Trotz dieser Zweifel bleiben Branchenanalysten optimistisch. Manche rechnen damit, dass bis zum Jahr 2028 insgesamt rund 80 Millionen Einheiten verkauft werden könnten. Ein wesentlicher Faktor dafür ist das Spiele-Line-up: Als potenzieller Zugpferdetitel wird unter anderem Metroid Prime 4 gehandelt, das möglicherweise ähnlich wie einst The Legend of Zelda: Breath of the Wild sowohl auf alter als auch auf neuer Hardware spielbar sein könnte. Gleichzeitig gehen viele Beobachter davon aus, dass Nintendo zusätzliche Exklusivtitel entwickeln wird, um den Absatz der Nachfolgekonsole zu stärken. Zwar ist eine Abwärtskompatibilität bereits bestätigt, doch frische Spielideen gelten als essenziell, um das volle Potenzial neuer Hardware nutzen zu können.


