Das Entwicklerstudio Fika Productions hat die Spannung für Fans taktischer Spielsysteme weiter angehoben: Mit einem neuen Trailer zu Don’t Kill Them All kündigte das Team aus Québec offiziell den Start in den Early Access für den Herbst 2026 an. Wer nicht so lange warten möchte, kann bereits jetzt zur Tat schreiten, denn eine brandneue Demo steht ab sofort auf Steam bereit – pünktlich zur Einstimmung auf das kommende Steam Next Fest, das vom 15. bis zum 22. Juni stattfindet.
Das Spiel, das den geistigen Nachfolger des preisgekrönten Ship of Fools markiert, kombiniert rundenbasierte Strategie mit einem komplexen Basisaufbau-Loop. Als Kriegshäuptling führt man einen Ork-Clan durch prozedural generierte Umgebungen, in denen der Erfolg nicht allein durch rohe Gewalt bestimmt wird. Im Gegenteil: Die zentrale Spielmechanik dreht sich darum, die Wut der eigenen Einheiten zu bändigen.
Das Spielprinzip von Don’t Kill Them All stellt Spieler vor eine interessante Herausforderung: Wer während der Raubzüge zu viel Aggression zeigt, riskiert, dass der eigene Clan in einen „KILL THEM ALL“-Blutrausch verfällt, was den gesamten Fortschritt gefährden kann. Zwischen den taktischen Einsätzen dient das eigene Lager als Rückzugsort, um Ressourcen aus den Beutezügen zu verwalten. Hier können Gebäude errichtet und Freizeitbeschäftigungen für die Orks freigeschaltet werden, um ihre Moral und Fähigkeiten gezielt zu verbessern.
Errichtet ein Lager, das ihr euer Zuhause nennen könnt: Nutzt die hart erkämpften Ressourcen aus euren Raubzügen, um neue Lagergebäude zu errichten und eure Ork-Siedlung individuell zu gestalten.
— Fika Productions, Pressemitteilung
Fika Productions hat sich mit Ship of Fools einen Namen für detailverliebte, kooperative Spielerlebnisse gemacht, die durch ihren unverwechselbaren Grafikstil und flüssiges Gameplay bestachen. Bei ihrem neuen Projekt gehen die Entwickler nun jedoch einen deutlich ambitionierteren Weg. Während ihr vorheriger Hit stark auf lokale und Online-Koop-Action setzte, taucht Don’t Kill Them All tiefer in die Welt der Management-Simulationen ein. Die Herausforderung für das Team besteht darin, die humorvolle, fast schon skurrile Tonalität der Orks beizubehalten, während gleichzeitig eine tiefe, strategische Ebene aufgebaut wird, die über die bloße Zerstörung hinausgeht.
Die neue Demo bietet einen detaillierten Ausblick auf diese Features. Besonders spannend ist dabei die Nutzung der Weltkarte als taktischer Kriegstisch, auf dem gezielte Raubzüge geplant werden müssen. Wer feindliche Einheiten gefangen nimmt und sie ins Lagergefängnis steckt, erhält zudem Zugriff auf zusätzliche Ressourcen. Ergänzt wird dies durch eine überarbeitete Queststruktur und ein Tutorial, das selbst Neulinge schnell in die teils unkonventionellen Mechaniken des Titels einführt.
Neben den taktischen Aspekten kommt auch das Crafting nicht zu kurz. Spieler sammeln Materialien, um kurioses Equipment herzustellen – vom spezialisierten Pilzspeer bis hin zu simplen Alltagsgegenständen, die in die Schlacht getragen werden. Es bleibt abzuwarten, wie das Feedback der Community während des Steam Next Fests die finale Entwicklung bis zum Herbst 2026 beeinflussen wird. Angesichts der bisherigen Erfolge von Fika Productions stellt sich die Frage: Kann das Studio den Charme von Ship of Fools auf ein komplexeres Genre übertragen und langfristig motivieren? Wenn das Team die Balance zwischen dem chaotischen Blutrausch der Orks und dem strategischen Mikromanagement findet, könnte der Titel zu einem der Geheimtipps für das Jahr 2026 avancieren.


