Der DualSense Edge ist für mich der beste Controller, mit dem ich bisher gespielt habe – nicht nur unter Sonys eigenen Modellen, sondern insgesamt. Die einstellbaren Triggerwege, die verschiedenen Profile und das gesamte Bediengefühl machen ihn zu meinem persönlichen Favoriten. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich jede Entscheidung von Sony gut finde. Gerade bei einem Pro Controller in dieser Preisklasse hätte ich mir an einigen Stellen mehr gewünscht.
Das betrifft vor allem die Sticks. Austauschbare Stickmodule sind grundsätzlich praktisch: Sollte Stick Drift auftreten, lässt sich das betroffene Modul ersetzen, ohne den Controller weit zerlegen oder selbst löten zu müssen. Trotzdem hätte ich lieber direkt ab Werk Hall-Effekt-Sticks bekommen. Dass stattdessen weitere Module zum Nachkaufen angeboten werden, hat für mich einen deutlichen Beigeschmack von Geldmacherei. Die einfache Austauschmöglichkeit rechne ich Sony an, aber sie ersetzt für mich nicht die Sticktechnik, die ich mir bei einem solchen Controller von Anfang an gewünscht hätte. Diese Kritik ändert nichts daran, dass ich insgesamt mit dem Edge am liebsten spiele.
Daneben war mir Sony bei den Rücktasten etwas zu zurückhaltend. Zwei zusätzliche Eingaben sind besser als keine, aber wer sich einmal an vier Rücktasten gewöhnt hat, möchte sich ungern wieder entscheiden müssen, welche Aktionen dort Platz bekommen. Dazu kommt das eher weiche Gefühl der Aktionstasten und des Steuerkreuzes. Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt das, was ich mir für meinen persönlichen Controller wünschen würde.
Genau diese beiden Punkte habe ich mit dem eXtremeRate BEYOND Back Paddles Kit und dem Face Buttons Clicky Kit verändert. Das eine kümmert sich um die Rückseite, das andere um das Tastengefühl auf der Vorderseite. Weil der Edge dafür ohnehin geöffnet werden musste, kamen außerdem das eXtremeRate MeWoow Front Housing und die passende Touchpad-Abdeckung dazu. Dabei werden die linke und rechte Frontschale sowie die Touchpad-Abdeckung ausgetauscht. Mir gefiel das Design, und wenn die Teile schon einmal auf dem Tisch liegen, kann man den Controller auch gleich nach den eigenen Vorstellungen gestalten.
Inzwischen habe ich den umgebauten Controller einen Monat lang verwendet. Damit ist aus dem ersten Eindruck nach dem Zusammenbau ein Urteil geworden, das nicht nur auf ein paar gedrückten Tasten beruht. Vor allem die neue Rückseite hat meinen Umgang mit dem Edge verändert. Das Clicky Kit ist allerdings mehr als eine nette Ergänzung, und gerade für Freunde eines klaren, hörbaren Druckpunkts lohnt sich ein genauerer Blick.
Was BEYOND und Clicky Kit am Controller verändern
Zunächst wichtig: Das BEYOND Kit ist kein vollständiger Controller und auch kein Zubehörteil, das einfach außen angesteckt wird. Es ist ein Umbaukit speziell für den DualSense Edge. Ein Teil des Gehäuses wird ersetzt, zusätzliche Elektronik kommt ins Innere und auf der Rückseite stehen anschließend die vier Tasten K1, K2, K3 und K4 zur Verfügung. Dazu gehören ein integriertes OLED-Display und bei meiner Ausführung gummierte Griffbereiche. Es geht also nicht nur darum, zwei weitere Tasten irgendwo unterzubringen, sondern um eine umfangreichere Überarbeitung der Rückseite.
Das Face Buttons Clicky Kit setzt unter den vorhandenen Tastenkappen an. Es verändert das Druckgefühl von Kreuz, Kreis, Viereck und Dreieck sowie des D-Pads. Die eigentlichen Tasten bleiben erhalten, bekommen aber ein deutlich klareres taktiles Feedback. Optisch fällt dieser Teil des Umbaus deshalb kaum auf. Beim Drücken merkt man den Unterschied dagegen sofort: Statt des gewohnten weicheren Gefühls gibt es einen definierten Klick, der tatsächlich ein wenig an eine Maustaste erinnert.
Der Einbau: Bei mir rund 30 Minuten, aber kein reiner Gehäusetausch
Für den Umbau habe ich ungefähr 30 Minuten gebraucht. Das ist meine persönliche Erfahrung und keine Zeitvorgabe, an der sich jeder messen muss. Ich kenne eXtremeRate bereits von früheren Controller-Umbauten und gehe entsprechend nicht zum ersten Mal an so ein Gerät. Wer seinen Edge zum ersten Mal öffnet, sollte sich nicht unter Druck setzen, nach einer halben Stunde fertig sein zu müssen. Entscheidend ist, dass am Ende alles richtig sitzt, nicht wie schnell die letzte Schraube wieder im Gehäuse steckt.
Angenehm ist, dass beide Kits ohne Löten auskommen. Trotzdem muss der Controller für die Kombination weit zerlegt werden. Beim Clicky Kit arbeitet man sich bis unter die Aktionstasten und das Steuerkreuz vor, während BEYOND eine eigene Remap-Platine und zusätzliche Flexkabel mitbringt. Das ist gut vorbereitet, verlangt aber etwas Fingerspitzengefühl. Gerade die dünnen Kabel und ihre kleinen Steckverbindungen sind nichts, woran man mit Kraft ziehen oder drücken sollte. Lötfrei heißt hier nicht, dass man beim Einbau nichts falsch machen kann.
Ich habe mich an den Installationsvideos orientiert und jeweils einen Arbeitsschritt angesehen, pausiert und umgesetzt. Mit sortierten Schrauben neben dem Controller bleibt der Ablauf übersichtlich. Besonders wichtig ist die Führung der zusätzlichen Kabel: Beim Schließen darf nichts zwischen den Gehäuseteilen landen oder ungünstig abgeknickt werden. Auch die kleinen Metallachsen der Rücktasten müssen korrekt sitzen, damit sich K1 bis K4 anschließend frei betätigen lassen und nicht verkanten. Das sind die Stellen, an denen sich sorgfältiges Arbeiten auszahlt.
Für mich war der Einbau insgesamt gut machbar. Wer keine zwei linken Hände hat und sich an die Anleitung hält, muss vor dem offenen Controller nicht zurückschrecken. Wer sich schon beim Gedanken an empfindliche Steckverbindungen unwohl fühlt, sollte die eigene Sicherheit allerdings nicht überschätzen. Dass Front und Touchpad für den gemeinsamen Umbau ohnehin demontiert werden, macht diesen Zeitpunkt außerdem praktisch für den Wechsel der MeWoow-Teile. Ein zweites Mal hätte ich den Controller allein für eine andere Optik nicht unbedingt öffnen wollen.
Mein Fehler beim Zusammenbau
Ganz ohne Zwischenfall ging es bei mir trotzdem nicht. Nach dem Zusammenbau reagierte der Controller zunächst merkwürdig. Es kamen Eingaben zustande, die ich nicht ausgelöst hatte, und andere Tasten verhielten sich nicht wie erwartet. Mein erster Verdacht ging natürlich in Richtung der neuen Elektronik oder eines nicht richtig eingesteckten Flexkabels. Tatsächlich war die Ursache viel einfacher: Ich hatte die Mic-Taste beim Zusammenbauen nicht korrekt ausgerichtet. Sie klemmte und blieb dadurch dauerhaft gedrückt.
Also musste der Edge noch einmal auf. Nachdem ich die Taste richtig eingesetzt und den Controller wieder zusammengesetzt hatte, funktionierte alles wie vorgesehen. Das war ausdrücklich mein eigener Montagefehler und kein Defekt eines der Kits. Die Erfahrung würde ich trotzdem nicht unter den Tisch fallen lassen, weil sie zeigt, wie schnell ein kleines Detail nach einem solchen Umbau größere Probleme vortäuschen kann. Mein Rat ist deshalb, beim Zusammenbau nicht nur die neuen Rücktasten zu beachten, sondern auch die ursprünglichen Bedienelemente auf ihren richtigen Sitz zu kontrollieren.

Vier Rücktasten machen für mich den entscheidenden Unterschied
Nach dem Einbau habe ich den Edge unter anderem in der Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 eingesetzt. Für die Rücktasten ist ein schneller Shooter ein guter Praxistest: Ich merke dort recht schnell, ob ich eine zusätzliche Taste tatsächlich selbstverständlich benutze oder ob ich erst danach suchen muss. Meine Belegung entspricht der, die ich auch bei anderen Controllern mit vier Rücktasten verwende. Links liegen Nachladen und Waffenwechsel, rechts Springen und Nahkampf. Genau diese Aufteilung hatte mir beim serienmäßigen Edge gefehlt.
Der Vorteil zeigt sich in Situationen, in denen mehrere Dinge gleichzeitig passieren. Beim Springen oder Waffenwechsel kann mein Daumen auf dem rechten Stick bleiben, statt für die Aktion kurz auf die Vorderseite zu wandern. Die Möglichkeiten eines Spiels ändern sich dadurch natürlich nicht. Ich kann die vorhandenen Aktionen aber so verteilen, wie es für meine Hände und meine gewohnte Spielweise angenehmer ist. Mit zwei Rücktasten muss ich eine Auswahl treffen; mit vier bekomme ich meine bevorzugte Belegung vollständig unter.
Die Positionierung von K1 bis K4 gefällt mir dabei ausgesprochen gut. Nach einigen Matches musste ich nicht mehr darüber nachdenken, welche Taste ich gerade suche. Meine Griffhaltung musste ich dafür nicht groß verändern, und auch in hektischen Situationen hatte ich nicht ständig den falschen Button unter dem Finger. Zusammen mit dem klaren Druckpunkt ist das für mich wichtiger als die bloße Anzahl der Tasten. Vier schlecht erreichbare Rücktasten wären schließlich kein Fortschritt gegenüber zwei gut platzierten. Bei meinem Edge passt die neue Lösung zu meinen Händen.
Die originalen Sony-Paddles sind deshalb nicht plötzlich schlecht. Für Spieler, die nur zwei zusätzliche Eingaben brauchen, erfüllen sie weiterhin ihren Zweck. Ich bin die Vier-Tasten-Aufteilung allerdings gewohnt und möchte sie auch auf dem Edge nicht mehr missen. BEYOND behebt für mich damit keine Kleinigkeit, sondern genau den Punkt, der mich an der serienmäßigen Bedienung am meisten eingeschränkt hat.
Acht Profile, 15 Eingaben – das OLED bleibt ein Extra
Für die Rücktasten lassen sich bis zu acht Belegungsprofile speichern. Als zuweisbare Eingaben nennt eXtremeRate insgesamt 15 Funktionen: die vier Aktionstasten, die vier Richtungen des D-Pads, L1, L2, R1, R2, L3, R3 und den Touchpad-Klick. Die Profile betreffen dabei die Belegung des BEYOND-Systems. Wer mehrere Spiele mit unterschiedlichen Steuerungen verwendet, kann seine Rücktastenbelegungen entsprechend vorbereiten.
Bei L3 und R3 gibt es eine Besonderheit: Laut Hersteller müssen diese zunächst über die ursprüngliche Edge-Belegung auf LB beziehungsweise RB gelegt werden. Anschließend lassen sich diese Eingaben den BEYOND-Rücktasten zuweisen. Pro Rücktaste ist eine Funktion möglich; dieselbe Funktion darf auch auf mehreren Rücktasten liegen.
Die Programmierung erfolgt direkt am Controller. Dafür wird die Set-Taste auf der Rückseite drei Sekunden lang gehalten. Zwischen gespeicherten Belegungsprofilen wechselt man per Doppelklick auf diese Taste. Zusätzliche PC-Software ist dafür nicht erforderlich.
Beim OLED-Display bin ich dagegen etwas skeptischer. Klar, es ist nett, beim Einrichten die Belegung und das gewählte Profil direkt ablesen zu können. Wirklich brauchen würde ich die Anzeige aber nicht. Während einer Runde schaue ich ohnehin nicht auf die Rückseite, und für mich zählt vor allem, wie gut die vier Rücktasten erreichbar sind und sich bedienen lassen. Auf das Display könnte ich deshalb problemlos verzichten. Es stört mich nicht, ist für mich aber auch kein Kaufargument. Unterm Strich ist das OLED ein Nice-to-have, mehr nicht.

Bearbeitet: GameNite AI
Das Clicky Kit gefällt mir gerade für Kampfspiele
Die Rücktasten waren mein wichtigster Anlass für den Umbau, beim Clicky Kit war ich anschließend aber fast genauso froh, es direkt mit eingebaut zu haben. Die normalen Edge-Tasten fühlen sich im Vergleich weicher an. Mit dem Kit bekomme ich unter dem Finger einen klar erkennbaren Druckpunkt und dazu einen hörbaren Klick. Das wirkt für meinen Geschmack definierter, gerade wenn mehrere Eingaben kurz hintereinander folgen. Es ist ein Unterschied, den ich nicht erst lange suchen musste.
Für Kampfspiele wie Street Fighter passt dieses Tastengefühl für mich perfekt. Dort möchte ich bei Richtungswechseln und schnellen Folgen von Aktionstasten möglichst eindeutiges Feedback unter dem Daumen haben. Genau das gefällt mir an der Kombination aus clicky D-Pad und Aktionstasten. Während ich im Shooter viele häufige Aktionen auf die Rückseite verlege, ist bei solchen Spielen das Gefühl der vorderen Tasten selbst besonders interessant. BEYOND und Clicky Kit sprechen damit zwei unterschiedliche Vorlieben an, statt einfach denselben Vorteil doppelt zu liefern.
Aus dem spürbaren Klick würde ich allerdings keinen pauschalen Leistungsvorteil ableiten. Der Umbau nimmt mir weder das Timing noch die saubere Ausführung einer Eingabe ab. Meine positive Einschätzung bezieht sich auf das Bediengefühl, nicht auf einen gemessenen Latenzvorteil. Wer die weicheren Originaltasten mag, muss meine Vorliebe deshalb nicht teilen. Ich empfinde die direktere Rückmeldung als angenehmer, und gerade deshalb ist das Clicky Kit für mich kein bloßer Nebeneffekt des größeren Umbaus.
Die hörbareren Tasten sind zugleich sein deutlichster Nachteil. Mich stört das Klicken nicht, ich mag diese Rückmeldung sogar. Wer möglichst leise spielen möchte, sollte sich den Umbau aber gut überlegen. Das ist keine Eigenschaft, die man nachher einfach ignorieren muss, nur weil das Kit ansonsten überzeugt. Das veränderte Geräusch gehört genauso zum Ergebnis wie das veränderte Tastengefühl.
Grip, Verarbeitung und die Sony-Ladestation im Alltag
Neben den zusätzlichen Eingaben gefällt mir die gummierte Rückseite. Der Edge liegt damit für meinen Geschmack sicherer in der Hand, was ich gerade bei längeren Sessions angenehm finde. Allein für diesen Unterschied würde ich den Umbau nicht vornehmen. Zusammen mit den Rücktasten ergibt er aber eine Haptik, die gut zu meinem bevorzugten Griff passt. Dass mir die neue Rückseite besser gefällt, liegt also nicht nur daran, dass dort mehr Tasten vorhanden sind.
Auch die Verarbeitung passt bei meinem Controller. Die Rückschale sitzt ordentlich, die Tasten haben einen definierten Druckpunkt und das OLED fügt sich in das Gehäuse ein, statt wie ein nachträglich aufgesetztes Modul zu wirken. Das ist mir bei einem Umbau an einem ohnehin teuren Controller wichtig. Zusätzliche Funktionen würden mich wenig begeistern, wenn ich dafür anschließend eine schlecht sitzende Rückseite in der Hand hätte. Hier wirkt das Ergebnis nach korrekter Montage wie ein zusammengehöriger Controller.
Ein erfreulich unspektakulärer Punkt betrifft das Laden: Mein umgebauter Edge funktioniert weiterhin auf der Sony-Ladestation. Ich muss meine bisherige Lösung also nicht ersetzen, nur weil die Rückseite verändert wurde. eXtremeRate nennt die Kompatibilität mit der offiziellen Ladestation auch ausdrücklich in der Produktbeschreibung.
Nach einem Monat kann ich den Umbau im Spielealltag beurteilen. Wie sich die Gummierung und die zusätzlichen Bauteile nach mehreren Jahren entwickeln, lässt sich daraus natürlich noch nicht ableiten. Für eine solche Langzeitaussage wäre der Testzeitraum zu kurz.

Die MeWoow-Front gibt dem Edge einen eigenen Look
Für die neue Optik habe ich das eXtremeRate MeWoow Front Housing mit passender Touchpad-Abdeckung verwendet. Das Set tauscht die linke und rechte Frontschale sowie die Abdeckung des Touchpads aus. Eine Rückschale oder neue Tasten gehören nicht dazu. Auf der Rückseite kommt bei meinem Controller die BEYOND-Schale mit den vier Rücktasten und den gummierten Griffen zum Einsatz, während die vorhandenen Aktionstasten und das D-Pad erhalten bleiben. Das andere Druckgefühl kommt vom Clicky Kit darunter.
Mir gefällt vor allem, dass der Edge dadurch auch von vorne nicht mehr nach dem unveränderten Serienmodell aussieht. Die verwendeten Frontteile und die Touchpad-Abdeckung sitzen bei meinem Controller ordentlich und ergeben zusammen mit der BEYOND-Rückseite ein stimmiges Gesamtbild. Gerade bei einem Umbau mit mehreren Produkten ist mir das wichtig: Die neue Optik soll zum Controller passen und nicht den Eindruck erwecken, dass verschiedene Teile nur irgendwie miteinander kombiniert wurden. Bei meinem Edge bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Am eigentlichen Spielen ändert das Design für mich nichts. Die zusätzlichen Eingaben kommen von BEYOND, das veränderte Tastengefühl vom Clicky Kit. Das MeWoow-Set war dagegen meine Entscheidung für eine individuellere Optik. Wer mit dem originalen Aussehen zufrieden ist, braucht es für die beiden Funktions-Upgrades nicht. Bei meiner Kombination gehört es aber dazu – und damit auch in die Kostenübersicht. Der gemeinsame Einbau war für mich der passende Zeitpunkt, weil die Front und das Touchpad ohnehin bereits demontiert wurden.

Was kostet der Umbau, und für wen lohnt er sich?
Für meinen Umbau habe ich drei eXtremeRate-Produkte kombiniert. Umgerechnet in Euro liegen die im internationalen Hersteller-Shop ausgewiesenen Artikelpreise bei folgenden Beträgen:
| Produkt | Artikelpreis in Euro, umgerechnet* |
|---|---|
| BEYOND Back Paddles Kit mit gummierten Griffen | ca. 46,24 € |
| Face Buttons Clicky Kit für den DualSense Edge | ca. 17,44 € |
| MeWoow Front Housing mit Touchpad-Abdeckung (linke und rechte Frontschale) | ca. 20,06 € |
| BEYOND und Clicky Kit zusammen | ca. 63,68 € |
| Alle drei Produkte zusammen | ca. 83,74 € |
Preisstand: 21. September 2026. Grundlage ist der EZB-Referenzkurs vom 18. September 2026 mit 1 Euro = 1,1460 US-Dollar. Die Eurobeträge sind umgerechnete Artikelpreise und keine bestätigten Endpreise für Deutschland. Mehrwertsteuer und zusätzliche Gebühren sind nicht eingerechnet; maßgeblich ist der Endbetrag im Checkout. Der DualSense Edge selbst ist nicht enthalten. Der MeWoow-Preis bezieht sich auf das Set aus linker und rechter Frontschale mit Touchpad-Abdeckung.
Damit ist die Kombination eine zusätzliche Investition in einen Controller, der bereits zur gehobenen Preisklasse gehört. Für mich ist sie dann sinnvoll, wenn man den Edge grundsätzlich gerne verwendet und genau diese beiden Dinge verändern möchte: die Anzahl und Anordnung der Rücktasten sowie das Gefühl von D-Pad und Aktionstasten. Nur wegen eines OLED-Displays würde ich weder den Preis noch den Einbauaufwand auf mich nehmen. Wer dagegen regelmäßig vier Rücktasten nutzt, bekommt mit BEYOND einen Vorteil, der sich beim Spielen unmittelbar bemerkbar machen kann.
Man muss außerdem nicht zwingend beide Kits kaufen. Wer die Originaltasten mag und nur die Rückseite ändern möchte, braucht das Clicky Kit nicht. Umgekehrt kann das andere Tastengefühl auch ohne vier Rücktasten interessant sein. Für meine Vorlieben ergänzt sich die Kombination sehr gut. Der zusätzliche Betrag für das MeWoow-Set lohnt sich dagegen nur, wenn man auch die Optik verändern möchte. Die Funktions-Upgrades lassen sich ohne diese neuen Frontteile nutzen. Der gesamte Umbau ist deshalb eine persönliche Zusammenstellung und keine Pflichtanschaffung für jeden Edge-Besitzer.
Fazit: Mein Edge fühlt sich damit vollständiger an
Nach einem Monat würde ich meinen DualSense Edge wieder auf diese Weise umbauen. Er ist für mich schon als Basis der beste Controller, mit dem ich bisher gespielt habe; die eXtremeRate-Teile passen ihn noch besser an meine Vorlieben an. Den größten Unterschied macht für mich das BEYOND Kit: Meine gewohnte Vier-Tasten-Belegung ist endlich auch auf dem Edge möglich, und die Rücktasten sitzen dort, wo ich sie gut erreichen kann. Die speicherbaren Belegungsprofile sind praktisch; das OLED bleibt für mich dagegen ein nettes Extra, auf das ich auch verzichten könnte. Beim Clicky Kit ist es vor allem die klare Rückmeldung von Aktionstasten und Steuerkreuz, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Das MeWoow-Set ergänzt diese beiden Funktions-Upgrades um eine Optik, die mir gefällt. Dadurch habe ich am Ende nicht nur mehr Eingabemöglichkeiten und ein anderes Tastengefühl, sondern auch einen Edge, der äußerlich stärker meinen Vorstellungen entspricht.
Mein Kritikpunkt an den nachkaufbaren Stickmodulen bleibt allerdings bestehen. Die hier verbauten Kits ändern nichts an den Sticks, und Hall-Effekt-Technik hätte ich mir weiterhin direkt von Sony gewünscht. Das ist eine Kritik am Grundgerät und nicht an den eXtremeRate-Upgrades, deren Nutzen für mich bei der Bedienung und der Optik liegt.
Die Einschränkungen sollte man trotzdem ernst nehmen. Für den Einbau muss der Controller weit geöffnet werden, und das Clicky Kit macht die Tasten hörbar lauter. Zusammen mit dem zusätzlichen Kaufpreis sind das gute Gründe, sich vorab zu überlegen, ob der Umbau zur eigenen Nutzung passt. Wer mit zwei Rücktasten und dem serienmäßigen Tastengefühl zufrieden ist, muss an seinem Edge nichts ändern. Wer sich dagegen schon länger genau diese Veränderungen gewünscht hat und sich den Einbau zutraut, bekommt hier zwei Upgrades, die ich nach dem Test nicht wieder ausbauen möchte.
Bewertung: 9 von 10
Die Wertung bezieht sich auf BEYOND und Face Buttons Clicky Kit als gemeinsam getestete Funktions-Upgrades. Das ebenfalls verwendete MeWoow Front Housing mit Touchpad-Abdeckung wird als optische Ergänzung beschrieben und in der Gesamtkostenübersicht berücksichtigt, erhält aber keine eigene Wertung.
Stärken
- Vier für meine Hände gut erreichbare Rücktasten mit definiertem Druckpunkt.
- Acht Belegungsprofile und Einrichtung direkt am Controller.
- Clicky Kit mit klarer taktiler Rückmeldung an D-Pad und Aktionstasten.
- Gute Passform, angenehme gummierte Griffe und weiterhin nutzbare Sony-Ladestation.
- Beide Funktions-Upgrades kommen ohne Löten aus.
Schwächen
- Weitgehende Demontage und sorgfältiger Umgang mit empfindlichen Bauteilen erforderlich.
- Deutlich hörbarere Klickgeräusche der umgebauten Fronttasten.
Transparenzhinweis
eXtremeRate hat uns das BEYOND Back Paddles Kit, das Face Buttons Clicky Kit sowie das MeWoow Front Housing mit Touchpad-Abdeckung für den DualSense Edge kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung der Testmuster hatte keinen Einfluss auf unsere Bewertung.
























