Square Enix zieht die Reißleine und das könnte die beste Nachricht für alle Rollenspiel-Fans ohne PlayStation 5 im Wohnzimmer sein. Während die ersten beiden Kapitel der Trilogie noch als heiliger Gral der PlayStation-Exklusivität galten, deuten neue Insider-Berichte darauf hin, dass Final Fantasy 7 Remake Part 3 mit dieser Tradition bricht. Das Ziel: Ein gleichzeitiger Release auf PC, Xbox und möglicherweise sogar dem Nachfolger der Nintendo Switch. Was früher undenkbar schien, ist heute eine bittere wirtschaftliche Notwendigkeit. Square Enix hat in den letzten Quartalsberichten keinen Hehl daraus gemacht, dass die Verkaufszahlen von Final Fantasy XVI und Rebirth hinter den Erwartungen zurückblieben – nicht, weil die Spiele schlecht waren, sondern weil die künstliche Limitierung auf eine einzige Plattform in einer Welt von Multi-Plattform-Giganten einfach nicht mehr zieht.
Der bekannte Leaker NateTheHate befeuert die Gerüchteküche mit der Aussage, dass der dritte Teil des Epos von Tag eins an überall verfügbar sein wird. Das passt perfekt zur neuen Unternehmensstrategie „Aggressive Multiplatform“, die Square Enix kürzlich ausgerufen hat. Man hat schlichtweg erkannt, dass man die enormen Entwicklungskosten eines Triple-A-Projekts dieser Größenordnung nicht mehr allein durch die Schecks von Sony refinanzieren kann. Für uns Spieler bedeutet das: Kein nerviges Warten mehr auf die PC-Portierung, die bei den Vorgängern oft Monate oder gar Jahre auf sich warten ließ. Der Grind nach den Platin-Trophäen findet künftig zeitgleich auf dem Steam Deck, der Xbox Series X und der PlayStation 5 statt.
Natürlich stellt sich die Frage, wie Sony auf diesen Verlust eines ihrer wichtigsten Zugpferde reagiert. Doch die Zeichen stehen auf Wandel. Wenn Final Fantasy 7 Remake Part 3 tatsächlich zeitgleich für die “Switch 2” erscheint, erreicht Square Enix auf Schlag eine Basis von Millionen Spielern, die bisher komplett außen vor waren. Das Finale der Reise von Cloud und Sephiroth muss ein kommerzieller Blockbuster werden, um die Zukunft des Franchise zu sichern. Die Exklusivität zu opfern, ist kein Zeichen von Schwäche gegenüber PlayStation, sondern ein strategischer Befreiungsschlag. Wir dürfen gespannt sein, ob Square Enix diesen Kurs bei der offiziellen Ankündigung bestätigt, aber die Indizienkette ist mittlerweile erdrückend. Was meint ihr: Ist das der richtige Schritt für die Serie oder verliert Final Fantasy dadurch seinen Status als “System Seller” für die PlayStation?


