Mit dem Early-Access-Start von Path of Exile 2 hat das Entwicklerstudio Grinding Gear Games (GGG) eigentlich für viel Vorfreude unter cRPG-Fans gesorgt. Jetzt steht das Spiel jedoch im Fokus großangelegter Hackerangriffe. Zahlreiche Spieler berichten, dass ihre Konten kompromittiert wurden und wertvolle Ressourcen fehlen. Besonders hart trifft es diejenigen, die bereits das Endgame erreicht haben: Ihre aufwendig erspielten Gegenstände sind verschwunden, was den Fortschritt erheblich verzögert.
Über das offizielle Path-of-Exile-Forum teilen Betroffene ihre Erfahrungen und berichten, dass selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei Steam offenbar umgangen wurde. Einige Spieler erhielten zwar E-Mails über versuchte Zugriffe, dennoch gelang es den Angreifern, ihre Konten zu übernehmen. Dies wirft Fragen über mögliche Sicherheitslücken im Steam-Ökosystem auf.
Laut Berichten tauchte der Hacker in den Foren mehrfach auf und postete während seiner Aktionen Updates. Da er allerdings regelmäßig seinen Benutzernamen änderte, ist es schwierig, ihn zu verfolgen. Ob er allein agiert oder ob eine Gruppe dahintersteckt, ist bislang nicht geklärt.
Betroffen sind offenbar nicht nur Spieler von Path of Exile 2. Auch Nutzer des ursprünglichen Path of Exile melden ähnliche Vorfälle. Neben dem Diebstahl zahlreicher Edelsteine und anderer hochgradig wertvoller Ressourcen wurden manchen Spielern sogar die Accounts gesperrt, sodass sie aktuell keinen Zugriff mehr auf das Spiel haben. GGG arbeitet daran, diese Sperrungen aufzuheben, allerdings kann das laut Nutzeraussagen mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Spieler, die Bestände im Wert vieler Stunden Spielzeit verloren haben, gehen derzeit leer aus. GGG teilte mit, nicht in der Lage zu sein, gestohlene Gegenstände zurückzuerstatten, da diese nun im Besitz anderer Spieler seien. Wer betroffen ist, muss sich die seltenen Items also erneut erspielen – ein enormer Zeit- und Motivationsverlust.
Im Raum steht die Frage, ob und wie Steam selbst auf die unbefugten Zugriffe reagieren wird. Derzeit deutet alles darauf hin, dass die Hacker gezielt wertvolle Ressourcen an sich bringen wollen und dabei auch mögliche Sicherheitslücken bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen können. Trotz mehrfacher Hinweise auf verdächtige Aktivitäten war es einigen Hackern offenbar möglich, den Schutz zu umgehen, was Spekulationen über eine größere Schwachstelle bei Steam befeuert.


