Mit der neuesten Ankündigung zu Modern Warfare 4 schlägt Infinity Ward ein neues Kapitel für die Call-of-Duty-Serie auf. Der Titel markiert nicht nur einen technologischen Sprung, sondern ist auch der erste Ableger der Reihe, der die betagte Hardware von PlayStation 4 und Xbox One hinter sich lässt. Die Zielvorgabe ist klar: Maximale Performance und visuelle Brillanz auf dem PC, unterstützt durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Schwesterstudio Beenox.
Die PC-Version von Modern Warfare 4 wird als Vorzeigeprojekt positioniert. Ein zentraler Pfeiler dieser Ambition ist die Implementierung von Raytracing, das nun für sämtliche Spielmodi – inklusive Kampagne, Multiplayer und DMZ – zur Verfügung steht. Spieler dürfen sich auf präzise Raytraced-Reflektionen, detaillierte Ambient Occlusion und realistische Schattenwurf-Berechnungen freuen. Ergänzt wird dieses Grafik-Feuerwerk durch die Unterstützung von NVIDIA DLSS 4.5, was laut Entwicklern eine beeindruckende Skalierung und Bildqualität ermöglicht. Für die kompetitive Spielerschaft bietet Infinity Ward zudem vorkonfigurierte Einstellungen an, die auf eine extrem konsistente Performance ohne Einbußen bei der Responsivität ausgelegt sind.
Die Engine selbst wurde grundlegend optimiert, um eine höhere Dichte an Objekten und größere Areale in den Karten zu ermöglichen. Während auf anderen Plattformen bereits von verbesserten Effekten die Rede ist, nutzt die PC-Version die zusätzlichen Ressourcen, um bei volumetrischen Effekten und VFX noch eine Schippe draufzulegen. Wer es gerne schick mag, kommt hier voll auf seine Kosten – der GPU-Lüfter wird vermutlich ein Lied davon singen können, aber für die maximale Immersion nimmt man das als passionierter Digital-Soldat doch gerne in Kauf.
Es war eine reibungslose Angelegenheit, um ehrlich zu sein. Die Dinge funktionieren einfach. Das Spiel lief auf der Plattform sehr schnell, sobald wir die Hardware erhalten hatten. Bisher war es wirklich gut. Ehrlich gesagt hat es viel Spaß gemacht, auf einer neuen Plattform zu sein.
— Jack O’Hara, Co-Studio Head bei Infinity Ward
Besonders spannend ist die Rückkehr der Serie auf eine Nintendo-Plattform. Modern Warfare 4 wird am 23. Oktober zeitgleich mit den Versionen für PC, PlayStation 5 und Xbox Series S|X auch für die Nintendo Switch 2 erscheinen. Infinity Ward testet derzeit aktiv Cross-Play-Funktionen für das System. Dass der Titel auf einer Hardware, die in der Gesamtrechenleistung hinter den Boliden wie der PS5 zurücksteht, so problemlos zum Laufen gebracht wurde, spricht für die Effizienz der neuen Engine-Architektur und den modernen Workflow der Entwickler.
Mit diesem klaren Fokus auf technologische Exzellenz und der Ausweitung auf die Switch 2 untermauert das Team rund um Jack O’Hara seinen Anspruch, die Messlatte im Shooter-Genre erneut zu versetzen. Bleibt nur noch die Frage, ob sich die optimierten, wettbewerbsorientierten PC-Settings in der Praxis wirklich so deutlich von der Standard-Konfiguration abheben, wie es das Datenblatt aktuell verspricht. Spätestens am 23. Oktober werden wir sehen, ob die Performance den hohen Erwartungen gerecht wird.
Call of Duty: Modern Warfare 4
Der neueste Teil der legendären Ego-Shooter-Serie bietet eine hochmoderne Grafikengine, cineastische Kampagnen und einen intensiven Multiplayer. Entwickelt von Infinity Ward, setzt das Spiel neue Maßstäbe für PC und Konsolen.


