Die ersten angeblichen Spezifikationen zum kommenden PlayStation 6 Handheld sind aufgetaucht – und sie klingen beeindruckend. Laut einem neuen Video des YouTubers Moore’s Law is Dead, der zuletzt mit zuverlässigen Infos zu PlayStation-Leaks auffiel, soll Sonys neue Handheld-Konsole in einigen Bereichen sogar die PlayStation 5 übertreffen.
Herzstück des Systems ist die Canis APU, ein 135mm² großer monolithischer Chip, gefertigt im 3nm-Verfahren von TSMC. Sie bietet vier Zen 6c CPU-Kerne sowie zwei zusätzliche Low-Power-Kerne für System- und Hintergrundaufgaben. Für Grafikpower sorgen 16 RDNA5-CUs, die mit 1,20 GHz im Handheld- und rund 1,65 GHz im Docked-Modus takten. Dazu kommt ein 192-bit LPDDR5X-8533 Speichercontroller mit Unterstützung für bis zu 48 GB RAM.
Zu den weiteren Features zählen Abwärtskompatibilität zu PS5- und PS4-Spielen, ein MicroSD-Slot, ein M.2-Slot, haptisches Feedback, Dual-Mikrofone und ein Touchscreen. Wie viel Arbeitsspeicher Sony tatsächlich verbaut, ist noch offen – Entwickler betonen jedoch, dass mindestens 24 bis 36 GB nötig seien, um zukünftige Next-Gen-Titel mit KI-Features oder Technologien wie Nanite in Unreal Engine 5 optimal laufen zu lassen.
Bei der Leistung soll der Handheld in der Rasterisierung zwischen 55 und 75 Prozent der PS5 erreichen, während das Raytracing zwischen dem 1,3- und 2,6-Fachen der Standard-PS5 liegen soll – und damit teilweise an die PlayStation 5 Pro heranreicht. Dank AMD FSR 4 könnte die Handheld-Version in vielen Szenarien nahezu auf PS5-Niveau performen. Im direkten Vergleich soll die Hardware die Xbox ROG Ally X deutlich übertreffen.
Auch die Preisgestaltung ist Thema der Leaks: Produktionskosten sollen es Sony ermöglichen, den Handheld zwischen 399 und 499 US-Dollar zu verkaufen. Im Gegensatz zu früheren Generationen könnte Sony damit sogar bei einem Startpreis von 399 Dollar leichte Gewinne einfahren.
Ein Release wird 2027 erwartet, bis dahin dürfte Sony jedoch offiziell stillschweigen bewahren.


