Endlich ist es Februar – der Monat, auf den Horror-Fans weltweit hingearbeitet haben. Bevor Resident Evil Requiem Ende des Monats erscheint, sorgt ein hochemotionaler Kurzfilm mit Longlegs-Star Maika Monroe für Gänsehaut. Er rückt ein völlig neues Feature des Spiels in ein tragisches Licht: Das Gedächtnis der Untoten.
Capcom versteht es wie kaum ein anderer Publisher, die Werbetrommel zu rühren. Mit dem Kurzfilm „Evil Has Always Had a Name“ ist ihnen jedoch ein besonderes Kunststück gelungen. Im Zentrum von Resident Evil Requiem steht Maika Monroe, die als Mutter in Raccoon City den Beginn des Albtraums miterlebt. Das dreieinhalbminütige Video wird von der Community bereits als „besser als die meisten RE-Kinofilme“ gefeiert. Doch der Clip ist mehr als nur Marketing; er dient als erzählerisches Fundament für die Mechaniken, die uns im Spiel erwarten. Wir sehen eine infizierte Mutter, die das Grab ihrer Tochter besucht – ein direkter Hinweis darauf, dass die Zombies in Requiem Fragmente ihrer menschlichen Erinnerungen bewahren.
Wenn wir am 27. Februar in die Rollen von Grace Ashcroft und Leon S. Kennedy schlüpfen, kämpfen wir nicht gegen gesichtslose Monster. Die Tatsache, dass Gegner alltägliche Handlungen aus ihrem früheren Leben nachahmen, verleiht den Kämpfen eine moralische Schwere, die man sonst eher aus Titeln wie The Last of Us kennt. Diese Mischung aus dem klaustrophobischen Horror eines Resident Evil 7 und der brachialen Action eines Resident Evil 4 könnte Requiem zum bisherigen Höhepunkt der Serie machen.
Besonders spannend bleibt die technische Umsetzung. Da das Spiel neben PC, PS5 und Xbox Series X/S auch für die Nintendo Switch 2 erscheint, sind die Erwartungen an die Engine-Optimierung gewaltig. Erste Hands-on-Berichte von der Gamescom bestätigten bereits, dass die Survival-Horror-Mechaniken durch den technologischen Fortschritt massiv profitieren. Capcom selbst blickt der Veröffentlichung extrem optimistisch entgegen: Nach einem starken dritten Quartal und einem Aktiensprung von 10 % gilt Requiem als der wichtigste Umsatztreiber des Frühjahrs, dicht gefolgt von Monster Hunter Stories 3 im März.


