Shroom and Gloom Early Access startet am 10. September für PC via Steam. Das haben Entwickler Team Lazerbeam und Publisher Devolver Digital angekündigt. Das First-Person-Roguelike verbindet Dungeon-Crawling mit Deckbuilding und schickt Spieler in handgezeichnete, zunehmend tiefere Höhlen voller grotesker Pilzgegner. Eine Demo ist bereits auf Steam verfügbar; sie soll einen ersten Eindruck von der kartenbasierten Action vermitteln.
Die zentrale Idee von Shroom and Gloom ist ein System aus zwei getrennten Kartendecks. Das Erkundungsdeck dient dazu, neue Wege durch die gefährlichen und laut Ankündigung „seltsam muffigen“ Dungeons zu erschließen, Geheimnisse zu finden, Hindernisse zu überwinden und Objekte in Brand zu setzen. Das Kampfdeck kommt dagegen zum Einsatz, wenn die Pilz-Monstrositäten zwischen dem Spieler und dem geheimnisvollen unterirdischen Reich The Gloom stehen.
Shroom and Gloom Early Access setzt auf zwei Decks und Pilzküche
Im Kampf sollen Hunderte Karten feurige Synergien und Kombos ermöglichen. Team Lazerbeam verspricht dabei eine besonders weitreichende Anpassung: Startkarten lassen sich zu starken Angriffen ausbauen, während seltene Karten zu spielentscheidenden „Superwaffen“ werden können. Jede Attacke soll unbegrenzt aufwertbar sein. Das klingt nach einem Deckbuilder, in dem eine anfangs unscheinbare Karte irgendwann die gesamte Höhlenökologie in Brand setzt – Pilzrisotto, aber mit mehr Kollateralschaden.
Eine weitere Mechanik dreht sich um die besiegten Feinde selbst. Jeder Gegner ist laut Pressemitteilung essbar. Gefallene Pilzfeinde können aufgespießt, gewürzt und geröstet werden, um verlorene Gesundheit wiederherzustellen. Alternativ landen sie im Topf: Aus ihnen entstehen Suppen mit spielverändernden Effekten. Das verbindet Ressourcenmanagement direkt mit dem Kampfsystem, statt Heilung bloß als gewöhnlichen Fundgegenstand zu behandeln.
Optisch kombiniert das Projekt handgezeichnete Kunst mit detailreichen 3D-Welten. Inhaltlich nennt Team Lazerbeam ein dichtes Netz aus Höhlen und Tunneln, unzählige einzigartige Gegner, tiefgreifende Meta-Progression sowie hunderte Karten. Jeder Durchlauf soll damit neue Möglichkeiten für Builds und kartenbasiertes Chaos bieten. Die Perspektive aus der Ich-Sicht hebt den Titel zugleich von vielen klassischen, eher abstrakt präsentierten Roguelike-Deckbuildern ab.
Die Kombination aus Roguelike-Struktur und Deckbuilding folgt einem Genre, in dem Wiederholbarkeit vor allem durch wechselnde Kartenangebote, Gegnerbegegnungen und Entscheidungen während eines Runs entsteht. Shroom and Gloom versucht, dieses bekannte Prinzip nicht nur über Kampfwerte, sondern auch über die Erkundung und die Verwertung besiegter Kreaturen zu variieren. Gerade die Trennung der Decks könnte dafür sorgen, dass Navigation, Risikoabwägung und Kämpfe unterschiedliche strategische Rollen einnehmen.
Wer vor dem Start des Shroom and Gloom Early Access mehr über die Entwicklung erfahren möchte, findet außerdem ein neues Dev-Tagebuch von Team Lazerbeam. Der Early-Access-Release am 10. September markiert den nächsten konkreten Schritt für das von Devolver Digital veröffentlichte Projekt. Entscheidend wird dann sein, wie tragfähig die Kombination aus Erkundungsdeck, Kampfdeck, unbegrenzt skalierenden Angriffen und kulinarisch verwertbaren Gegnern über viele Runs hinweg ausfällt.


