Die Subnautica 2 Systemanforderungen sorgen kurz vor dem Start des lang erwarteten Survival-Adventures für Aufsehen in der PC-Community. Entwickler Unknown Worlds hat nun offizielle Spezifikationen veröffentlicht, die den Übergang zu modernerer Hardware-Architektur verdeutlichen. Während der erste Teil der Reihe auf deutlich schwächeren Systemen lief, markiert die Fortsetzung einen signifikanten Anstieg der Mindesthürden, insbesondere beim Arbeitsspeicher. Wer bisher mit einem 8GB-System navigierte, könnte vor dem Early Access Start gezwungen sein, das eigene Setup aufzurüsten, um die angestrebten 30 FPS bei einer Auflösung von 1080p stabil zu halten.
Für ein flüssiges Spielerlebnis bei den genannten Mindestsettings schreibt das Studio einen Basiswert von 12GB RAM vor. Dies stellt eine bemerkenswerte Verschiebung im Vergleich zum Vorgänger dar. Zwar empfehlen die Entwickler 16GB RAM für ein optimales Erlebnis, doch der Sprung von der 8GB-Marke auf die geforderten 12GB ist für Nutzer älterer Systeme eine technische Barriere. Angesichts der aktuellen Marktlage, in der die Speicherpreise aufgrund der anhaltenden Instabilität in der Halbleiterbranche schwanken, kommt dieser Hardware-Hunger zur Unzeit.


Unknown Worlds hat jedoch bereits proaktiv auf die Bedenken reagiert und betont, dass die Anforderungen nicht in Stein gemeißelt sind. Die technische Abteilung arbeitet weiterhin an der Performance-Skalierung, um das Spiel auf eine breitere Basis an Konfigurationen zu bringen. Ob eine Optimierung auf 8GB-Systeme im weiteren Verlauf des Early Access noch gelingen wird, bleibt abzuwarten.
Weitere Optimierungen werden im Laufe der Entwicklung folgen. Daher werden wir dies bei Änderungen aktualisieren, um sicherzustellen, dass ihr weiterhin das bestmögliche Erlebnis mit Subnautica 2 genießen könnt.
— Unknown Worlds, Entwicklerstatement
Neben den technischen Aspekten sorgte die veränderte Publikationsstrategie für Spekulationen. Nachdem zwischenzeitlich der Name KRAFTON von den Store-Seiten verschwand, bestätigte das Studio offiziell, dass KRAFTON weiterhin als Co-Publisher fungiert. Diese Klarstellung folgt auf einen komplexen Rechtsstreit zwischen den Unknown Worlds-Gründern und ihrer Muttergesellschaft, der die professionelle Beziehung zwischen den beiden Unternehmen nachhaltig beeinflusst hat. Es ist ein klassisches Beispiel für ein schwieriges Cashflow-Management und strategisches Corporate-Alignment, das in der Gaming-Industrie leider viel zu selten transparent kommuniziert wird.
Es bleibt spannend zu beobachten, ob die angekündigten Optimierungen ausreichen werden, um die Subnautica 2 Systemanforderungen für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen, oder ob der Titel ein Indikator für einen generellen Trend hin zu höheren Speicheranforderungen bei modernen Engines ist. Mit dem Startschuss am 14. Mai wird sich zeigen, wie performant das Spiel in der Praxis auf unterschiedlichen Systemarchitekturen skaliert. Werden die Entwickler ihr Ziel erreichen, das Spiel auch für Mid-Range-Systeme mit weniger als 16GB RAM flüssig spielbar zu machen, oder ist der RAM-Hunger ein fester Bestandteil der neuen Engine-Generation?


