Mit der Ankündigung des sogenannten Curated Mods Program läutet Urban Games eine spannende Ära für Transport Fever 3 ein. Modding war in der Vergangenheit das schlagende Herz der Reihe – man erinnere sich nur an die über 15.000 Inhalte für den Vorgänger im Steam Workshop. Nun hebt das Team aus Schaffhausen die Einbindung der Community auf ein völlig neues Level, indem es gezielt Top-Modder bereits vor dem Release in den Entwicklungsprozess integriert.
Das Transport Fever 3 Curated Mods Program gewährt ausgewählten Kreativen frühzeitigen Zugriff auf das Spiel sowie direkten Support durch die Entwickler. Das Ziel: Hochwertige, von Urban Games unterstützte Modifikationen sollen bereits zum Verkaufsstart verfügbar sein. Die beteiligten Modder erhalten dabei nicht nur exklusive Einblicke, sondern auch finanzielle Zuschüsse und profitieren von einer speziellen Kennzeichnung ihrer Werke im integrierten Mod Hub. Ein cleverer Schachzug, der sowohl die Qualität sichert als auch den Community-Geist zelebriert.
Dass Urban Games dabei nicht nur auf dem PC glänzen will, unterstreicht die intensive Arbeit an der Konsolen-Infrastruktur. Für Besitzer der PlayStation 5 und Xbox Series X|S wurde ein vollautomatisches Mod-Freigabesystem implementiert, das in enger Kooperation mit den Plattformbetreibern Sony und Microsoft entstanden ist. Damit sollen Modding-Beschränkungen auf Konsolen der Vergangenheit angehören.
Das Curated Mods Program ermöglicht es den besten Moddern in enger Zusammenarbeit mit den Entwicklerteams von Urban Games neue Mods zu kreieren. Sie erhalten dabei einen einzigartigen Entwickler-Support, Vorabzugang zum Spiel und haben die Möglichkeit, mit ihren Rückmeldungen und ihrer Expertise die finale Entwicklung der Moddingtools zu beeinflussen.
— Urban Games, Pressemitteilung vom 22. April 2026
Um sicherzustellen, dass die Stabilität und Performance bei Transport Fever 3 auch auf Konsolen von Tag eins an überzeugen, weitet der Entwickler seine Beta-Strategie massiv aus. Nachdem die letzte PC-Testrunde erfolgreich abgeschlossen wurde, stehen nun vertrauliche Closed Beta Tests für PlayStation und Xbox unmittelbar bevor. Diese Maßnahme ist ein direktes Resultat des massiven Wachstums der Fanbase im Konsolen-Segment.
Das Programm deckt dabei ein breites Spektrum ab: Von neuen Fahrzeugen und Assets über komplexe Script-Mods bis hin zu Savegames und Lokalisierungen – die Palette der Mod-Möglichkeiten wächst. Ob die hochgesteckten Ziele, die das Studio seit der Gründung im Jahr 2013 stets verfolgt, mit diesem ambitionierten Support-System auch bei einem Titel dieser Komplexität gehalten werden können, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Der Fokus auf Community-Kollaboration setzt Maßstäbe im Genre. Wer sich als Modder bewerben möchte, sollte einen fundierten „Track-Record“ an qualitativ hochwertigen Inhalten vorweisen können. Ein solches Level an Transparenz und Partizipation ist selten – man darf gespannt sein, ob die fertigen Mod-Inhalte im Laufe dieses Jahres das ohnehin schon hohe Niveau der Transport-Simulation noch weiter toppen können.


