Obwohl die weltweite Wahrnehmung von Xbox aktuell eher schwach ist, zeigt sich der japanische Markt überraschend positiv. Laut Microsoft-Gaming-CEO Phil Spencer wächst die Marke dort stärker als je zuvor – ein bemerkenswerter Trend in einem Land, das traditionell als schwierigster Markt für Microsofts Gaming-Sparte gilt.
Im Gespräch mit dem japanischen Magazin Famitsu während des „Beyond the Strand“-Events anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Kojima Productions erklärte Spencer, dass die gesamte Spielzeit im Xbox-Ökosystem im letzten Jahr um rund 20 % gestiegen sei. Der Zuwachs verteile sich gleichmäßig auf Konsole, PC und Cloud, wobei der PC-Markt in Japan eine immer wichtigere Rolle spielt.
Um diesen Erfolg weiter auszubauen, plant Microsoft, mehr Inhalte speziell für japanische Spieler anzubieten. Spencer bestätigte, dass das Unternehmen derzeit mit verschiedenen Partnern verhandle und weiterhin enge Beziehungen zu namhaften japanischen Studios wie CAPCOM, Square Enix, SEGA, Bandai Namco und Konami pflege.
Auch in puncto Hardware gibt es Neuigkeiten: Phil Spencer bekräftigte, dass eine neue Xbox-Konsole in Arbeit sei – Details dazu ließ er jedoch offen. Die kürzliche Veröffentlichung der ROG Xbox Ally deutet allerdings auf eine Strategie hin, die mehrere Geräte noch stärker miteinander vernetzen soll.
Microsofts verstärkter Fokus auf Japan ist kein Zufall. Mit Titeln wie dem kommenden Forza Horizon 6, das in Japan spielt, und der Veröffentlichung japanischer Projekte wie dem heiß erwarteten Ninja Gaiden 4, will das Unternehmen endlich auch die Herzen der japanischen Gamer erobern. Vielleicht erleben dadurch auch andere beliebte japanische Serien ihr Comeback.


